Wir kümmern uns um Fundtiere
Fundtiere haben von vornherein einen schwereres Los, als Abgabetiere. Es fehlen Name, Alter, Eigenschaften und auch über die tierärztliche Versorgung kann man nichts sagen. Die erste Station für diese Tiere ist die Quarantäne. Nachdem Fundort und Zeitpunkt, sowie die Anschrift des Finders notiert sind, wird das Tier auf eventuelle Kennzeichnungen (Steuermarke, Tätowierung, Chip, ...) überprüft.
Die nächsten Tage werden ggf. Annoncen aufgegeben, das Tier routinemäßig entwurmt und entfloht, ein passender Name gesucht, eine Karteikarte ausgestellt und langsam Kontakt geknüpft.
Nach ca. 14 Tagen wird das Tier beim Tierarzt geimpft und dieser macht sich auch ein Gesamtbild des Gesundheitszustandes. Danach darf "Findus" zu den anderen Vierbeinern und ist (unter Vorbehalt der 6-Monate-Aufbewahrungsfrist) zur Abgabe freigegeben.
Die meisten Fundtiere, vor allem Katzen, werden in erbärmlichem Zustand im Tierheim eingeliefert. Oftmals ist erst eine Behandlung der Ohren, oder im Herbst verstärkt eine Erkältung, zu behandeln, außerdem sind die Katzen meistens nicht kastriert. Oder der Hund, der irgendwo ausgesetzt wurde, tagelang umherirrte, Tritte und Schläge einstecken musste und verletzt und unterernährt ist, oft sogar Knochenbrüchen z.B. durch einen Unfall, hat.
Oder die Vielzahl der Tiere, die wegen schlechter bzw. nicht artgerechter Haltung eingezogen werden mussten und z.B. so ein verfilztes Fell haben, dass sogar Schafschermaschinen heißlaufen und man nicht erkennen kann wo vorne und hinten ist.